Niedriger Frauenanteil im Bundestag
Frauenverbände müssen jetzt an einem Strang ziehen

Gerade einmal 30,7 Prozent weibliche Abgeordnete haben es in den neuen Bundestag geschafft. Das ist der niedrigste Frauenanteil im deutschen Parlament seit 1994 (26,2 Prozent). Vor diesem Hintergrund sieht die dbb bundesfrauenvertretung vor allem die Sozialpartner und die Frauenverbände in der Pflicht, sich in der kommenden Legislaturperiode entschlossen für die Rechte der Frauen stark zu machen.

„Wir müssen jetzt an einem Strang ziehen. Die Erfolge der Großen Koalition, die Gleichstellung voranzubringen, dürfen nicht klein geredet werden. Ich spreche vom Gesetz für gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst, das Entgelttransparenzgesetz, die Verbesserungen für Alleinerziehende im Unterhaltsrecht. An diese Erfolge müssen wir anknüpfen. Es gibt viel zu tun: Gender Pay und Gender Pension Gap sind real – in der freien Wirtschaft ebenso wie im öffentlichen Dienst. Frauen bleiben in den Führungsetagen weiterhin unterrepräsentiert. Die Arbeitsleistung von Teilzeitkräften wird noch immer als „zweitrangig“ eingestuft. Wir werden an diesen Themen energisch dranbleiben und uns in die Debatten einmischen“, sagte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, am 29. September 2017.

Quelle: dbb.de